Urlaubsfahrten mit dem Elektroauto: Geht das wirklich oder ist das nur etwas für Mutige?
Mit dem Elektroauto in den Urlaub fahren? Das geht, aber es funktioniert anders als mit Benziner oder Diesel. Wer seine Route plant, Ladestopps sinnvoll nutzt und nicht erst bei 2 Prozent Akku hektisch wird, kann auch lange Strecken entspannt fahren.
Das ist wahrscheinlich eine der häufigsten Fragen überhaupt:
„Kann man mit einem Elektroauto wirklich in den Urlaub fahren?“
Die kurze Antwort lautet: Ja, kann man.
Die ehrliche Antwort lautet: Ja, aber man sollte sein Gehirn vorher einschalten. Was zugegeben auch bei Verbrennern keine ganz schlechte Idee wäre, aber dort wird es gern vergessen, weil irgendwo immer eine Tankstelle steht und man sich mit 5 Minuten Zapfsäule wieder aus der eigenen Planlosigkeit herauskaufen kann.
Beim Elektroauto funktioniert Urlaub etwas anders. Nicht schlechter. Nicht automatisch komplizierter. Aber anders. Wer das verstanden hat, fährt deutlich entspannter.
Denn eine Urlaubsfahrt mit dem E-Auto ist keine Expedition zum Mars. Man muss keinen Generator in den Kofferraum legen, keine Verlängerung aus dem Hotelfenster werfen und auch nicht mit Stirnlampe nachts auf einem Parkplatz nach Strom betteln. Man muss nur vorher wissen, wo man laden kann, welche Karte oder App funktioniert und wie viel Reserve man wirklich braucht.
Der größte Unterschied: Man plant Pausen bewusster
Mit einem Verbrenner fährt man oft einfach los. Irgendwann blinkt die Tankanzeige, dann wird getankt. Danach fährt man weiter, bis wieder jemand Hunger hat, die Kinder streiten oder der Fahrer langsam aussieht wie ein alter Waschlappen auf Koffein.
Beim Elektroauto denkt man anders. Man plant nicht nur die Strecke, sondern auch die Pausen. Das klingt erstmal nach Aufwand, ist aber in der Praxis oft ziemlich angenehm.
Statt zu fragen:
„Wo kann ich tanken?“
fragt man:
„Wo mache ich sowieso Pause und kann dabei laden?“
Das ist der eigentliche Unterschied. Das Auto lädt, während man isst, zur Toilette geht, Kaffee trinkt oder sich kurz die Beine vertritt. Wenn man clever plant, steht das Auto nicht zusätzlich herum, sondern lädt während der ohnehin nötigen Pause.
Gerade auf langen Strecken ist das oft sinnvoller, als stundenlang durchzufahren und sich dann nach 700 Kilometern wie ein zusammengefalteter Campingstuhl aus dem Auto zu schälen.
Reichweite ist wichtig, aber nicht alles
Viele Menschen schauen beim Elektroauto zuerst auf die maximale Reichweite. 400 Kilometer, 500 Kilometer, 600 Kilometer. Klingt gut. Ist aber nur die halbe Wahrheit.
Wichtiger für Urlaubsfahrten sind drei Dinge:
- Wie weit kommt das Auto bei Autobahntempo wirklich?
- Wie schnell lädt es an der Schnellladesäule?
- Wie zuverlässig ist die Ladeplanung?
Denn was nützt eine schöne Reichweitenangabe, wenn das Auto auf der Autobahn bei Tempo 130, voller Beladung, Klimaanlage, Dachbox und Gegenwind plötzlich deutlich mehr verbraucht?
Genau hier muss man realistisch sein. Ein Elektroauto verbraucht auf der Autobahn mehr als in der Stadt oder auf der Landstraße. Das ist keine Katastrophe, sondern Physik. Und Physik ist leider nicht verhandelbar, auch wenn Menschen das im Straßenverkehr täglich versuchen.
Wer mit dem E-Auto in den Urlaub fährt, sollte nicht mit der Prospektreichweite planen, sondern mit echter Autobahnreichweite. Gerade bei langen Strecken ist es sinnvoll, eher konservativ zu rechnen.
Lieber eine Ladepause mehr einplanen und entspannt ankommen, als mit 3 Prozent Akku, nassem Rücken und philosophischen Gedanken über das eigene Fehlverhalten an der Ladesäule einrollen.
Ladeplanung: Das Navi ist dein Freund, aber nicht dein Vormund
Moderne Elektroautos planen Ladestopps oft direkt im Navigationssystem mit ein. Das ist sehr praktisch. Das Fahrzeug weiß meist, wie viel Akku beim Ziel oder beim nächsten Ladestopp übrig bleibt, welche Ladeleistung möglich ist und wie lange der Stopp ungefähr dauert.
Trotzdem sollte man nicht komplett blind vertrauen.
Für längere Urlaubsfahrten lohnt sich ein kurzer Blick in Lade-Apps oder Routenplaner. Sinnvoll sind zum Beispiel Apps, die Ladepunkte entlang der Route anzeigen, Verfügbarkeit prüfen und verschiedene Anbieter berücksichtigen.
Praktisch ist es, vor der Fahrt schon einmal zu schauen:
- Wo liegen Schnelllader entlang der Strecke?
- Gibt es Alternativen, falls eine Säule belegt oder defekt ist?
- Gibt es Ladepunkte direkt am Hotel oder in der Nähe der Unterkunft?
- Welche Ladekarte oder App funktioniert dort?
- Gibt es im Reiseland Besonderheiten bei Zahlung, Parken oder Ladepreisen?
Das klingt nach viel. In Wahrheit sind das ein paar Minuten Vorbereitung. Und diese paar Minuten können verhindern, dass man später auf einem fremden Parkplatz steht und eine App installiert, deren Passwort man natürlich vergessen hat. Weil das menschliche Gehirn bei Passwörtern offenbar absichtlich auf Sabotage programmiert wurde.
Nicht erst bei leerem Akku laden
Ein häufiger Anfängerfehler ist: Man fährt den Akku fast leer und sucht dann hektisch eine Ladesäule.
Kann man machen. Muss man aber nicht. Es ist ungefähr so entspannt wie Theorieprüfung ohne Vorbereitung, nur mit mehr Kabel.
Besser ist es, mit Reserve zu fahren. Auf Urlaubsfahrten sollte man nicht erst bei 2 oder 3 Prozent Restakku laden. Gerade im Ausland, in ländlichen Regionen oder bei hoher Reisezeit ist es sinnvoll, früher nachzuladen.
Eine gute Faustregel:
Auf langen Fahrten lieber zwischen etwa 10 und 20 Prozent ankommen und dann bis ungefähr 70 oder 80 Prozent laden.
Warum nicht immer bis 100 Prozent?
Weil viele Elektroautos ab etwa 80 Prozent deutlich langsamer laden. Der Akku wird dann geschont, aber die Ladezeit steigt. Für die Langstrecke ist es oft schneller, kürzer zu laden und dafür etwas früher wieder weiterzufahren.
Also nicht denken: „Ich mache den Akku komplett voll, dann habe ich Ruhe.“
Manchmal ist die bessere Strategie:
„Ich lade so viel, wie ich bis zum nächsten sinnvollen Stopp brauche.“
Das ist am Anfang ungewohnt, wird aber schnell normal.
Ladegeschwindigkeit ist wichtiger als Stammtisch-Reichweite
Beim Urlaub mit dem Elektroauto reden viele nur über Reichweite. Dabei ist die Ladegeschwindigkeit auf Langstrecke mindestens genauso wichtig.
Ein Auto, das etwas weniger Reichweite hat, aber sehr schnell lädt, kann auf langen Strecken angenehmer sein als ein Auto mit riesigem Akku, das an der Schnellladesäule gemütlich vor sich hin nuckelt wie ein müder Hamster an der Trinkflasche.
Wichtig sind dabei nicht nur die theoretischen Spitzenwerte. Viele Hersteller schreiben beeindruckende Zahlen in die Werbung. Entscheidend ist aber, wie lange das Auto diese Ladeleistung wirklich halten kann. Die sogenannte Ladekurve ist im Alltag wichtiger als der schönste Maximalwert.
Für Urlauber heißt das:
Nicht nur fragen: „Wie weit kommt das Auto?“
Sondern auch:
„Wie schnell ist es wieder bereit für die nächsten 200 oder 300 Kilometer?“
Ladekarten und Apps: Vorher einrichten, nicht erst am Brenner
Wer mit dem E-Auto in den Urlaub fährt, sollte seine Ladekarten und Apps vorher prüfen. Nicht erst unterwegs, nicht erst an der Säule und bitte nicht erst dann, wenn drei Autos hinter einem warten und man hektisch auf dem Handy herumtippt, als würde man einen Raketenstart abbrechen.
Sinnvoll ist es, mindestens zwei verschiedene Lademöglichkeiten vorbereitet zu haben.
Zum Beispiel:
- eine Haupt-Ladekarte oder Lade-App für den Alltag
- eine zweite App oder Karte als Reserve
- gegebenenfalls die App eines großen Schnellladenetzes
- Kreditkarte oder Girokarte, falls Ad-hoc-Zahlung möglich ist
- im Ausland zusätzlich prüfen, welche Anbieter dort stark vertreten sind
In Deutschland funktionieren viele Anbieter gut über Roaming. Im Ausland kann das je nach Land anders aussehen. Manche Länder sind sehr gut ausgestattet, andere deutlich lückenhafter. Besonders in beliebten Urlaubsregionen entlang großer Autobahnen ist Laden oft unproblematisch. Abseits der Hauptverkehrsachsen sollte man aber genauer planen.
Das ist kein Drama. Es ist nur Vorbereitung. Also genau das, was Menschen gern vermeiden, bis sie dann laut „Warum funktioniert das nicht?“ rufen.
Unterkunft mit Lademöglichkeit: Der heimliche Luxus
Eine der angenehmsten Lösungen im Urlaub ist eine Unterkunft mit Lademöglichkeit. Hotel, Ferienwohnung, Campingplatz oder Parkplatz mit Wallbox: Wenn man über Nacht laden kann, startet man morgens entspannt mit vollem Akku.
Das verändert den ganzen Urlaub.
Man muss nicht jeden Tag überlegen, wo man lädt. Man kommt abends an, steckt das Auto ein und morgens ist es bereit. Das ist im Grunde wie Tanken im Schlaf, nur ohne Benzingeruch und ohne den Versuch, an der Raststätte ein belegtes Brötchen für den Gegenwert eines Kleinwagens zu kaufen.
Bei der Buchung sollte man aber genau hinschauen:
- Gibt es wirklich eine Lademöglichkeit oder nur eine normale Steckdose?
- Ist die Nutzung kostenpflichtig?
- Muss man reservieren?
- Welche Ladeleistung ist vorhanden?
- Welche Karte oder App wird benötigt?
- Ist der Ladeplatz öffentlich zugänglich oder nur für Gäste?
Gerade bei Ferienwohnungen lohnt sich eine kurze Nachfrage vor der Buchung. „Elektroauto laden möglich?“ ist inzwischen eine ziemlich wichtige Frage.
Urlaubsfahrten sind möglich, aber nicht überall gleich bequem
Mit dem Elektroauto kann man heute problemlos sehr weite Strecken fahren. Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande, Frankreich, Italien, Dänemark oder Kroatien sind für viele E-Auto-Fahrer längst normale Reiseziele.
Aber: Nicht jede Region ist gleich gut erschlossen.
Große Autobahnen, Ballungsräume und touristische Hauptstrecken sind meist gut versorgt. Schwieriger kann es auf dem Land werden, in abgelegenen Regionen oder in Ländern, in denen der Ausbau langsamer läuft.
Deshalb gilt:
Je weiter die Reise und je unbekannter die Region, desto wichtiger die Planung.
Das heißt aber nicht, dass man Angst haben muss. Es heißt nur, dass man nicht mit der gleichen „wird schon“-Mentalität losfahren sollte, mit der manche Menschen auch Möbel ohne Anleitung aufbauen und sich dann wundern, warum der Schrank aussieht wie ein Verkehrsunfall aus Pressspan.
Beispiel aus der Praxis: Krefeld bis Griechenland
Manchmal zeigt die Realität besser als jede Statistik, was inzwischen möglich ist.
Wir haben zum Beispiel im Urlaub in Griechenland auf dem Parkplatz am Kanal von Korinth, also in der Nähe von Athen, ein Elektroauto aus Krefeld gesehen.
Und ganz ehrlich: Das ist schon eine beachtliche Leistung.
Nicht, weil es unmöglich wäre. Sondern weil es zeigt, wie weit Elektromobilität inzwischen gekommen ist. Von Krefeld bis Griechenland fährt man nicht mal eben zum Bäcker. Das ist eine echte Langstrecke quer durch Europa. Wer so eine Strecke mit dem Elektroauto fährt, hat geplant, geladen, Pausen gemacht und ist angekommen.
Genau darum geht es.
Nicht darum, ob es theoretisch irgendwo eine Ladesäule gibt. Sondern darum, dass Menschen solche Reisen heute tatsächlich machen.
Natürlich braucht so eine Fahrt Vorbereitung. Natürlich schaut man vorher nach Ladepunkten. Natürlich plant man Etappen. Aber es funktioniert.
Und vielleicht ist genau das der Punkt: Mit dem Elektroauto reist man bewusster.
Was ist mit Stau?
Stau ist eine häufige Sorge bei Elektroautos.
Viele denken: „Was passiert, wenn ich im Stau stehe? Ist dann der Akku leer?“
In den meisten Fällen ist diese Sorge größer als das tatsächliche Problem. Ein Elektroauto verbraucht im Stand deutlich weniger Energie als beim Fahren. Klimaanlage oder Heizung brauchen natürlich Strom, aber das Auto verbraucht nicht plötzlich riesige Mengen, nur weil es steht.
Trotzdem sollte man nicht mit fast leerem Akku in einen bekannten Stauabschnitt fahren. Gerade in der Ferienzeit, bei Hitze, Winterwetter oder langen Baustellen ist Reserve sinnvoll.
Auch hier gilt wieder: Nicht das Elektroauto ist das Problem, sondern schlechte Planung. Wobei schlechte Planung natürlich eine menschliche Spezialdisziplin ist.
Reisen mit Kindern, Hund und Gepäck
Mit Familie wird die Urlaubsfahrt ohnehin zur logistischen Großveranstaltung. Kinder, Koffer, Snacks, Ladekabel, Kuscheltiere, Tablets, Trinkflaschen, Sonnenbrillen und irgendwo dazwischen noch die Hoffnung, dass alle friedlich bleiben.
Beim Elektroauto kommen ein paar Punkte dazu:
- Mehr Gewicht erhöht den Verbrauch.
- Dachboxen kosten Reichweite.
- Hohe Geschwindigkeiten erhöhen den Verbrauch deutlich.
- Klimaanlage oder Heizung spielen ebenfalls eine Rolle.
- Pausen sollten realistisch geplant werden.
Die gute Nachricht: Familien machen sowieso Pausen. Kaum jemand fährt mit Kindern 600 Kilometer am Stück durch, ohne dass irgendjemand Hunger hat, auf Toilette muss oder eine Krise wegen eines falsch halbierten Brötchens ausbricht.
Diese Pausen kann man mit Ladepausen verbinden.
Das Elektroauto passt also oft besser zur echten Familienreise, als viele denken.
Was kostet die Urlaubsfahrt mit dem Elektroauto?
Die Kosten hängen stark davon ab, wo man lädt.
Zu Hause an der Wallbox ist das Laden meist deutlich günstiger als an öffentlichen Schnellladesäulen. Wer mit eigenem Solarstrom lädt, fährt oft besonders günstig los. Unterwegs an der Autobahn kann es teurer werden, vor allem beim spontanen Laden ohne passenden Tarif.
Deshalb lohnt sich vor dem Urlaub ein Blick auf die Ladetarife.
Wichtig sind:
- Preis pro Kilowattstunde
- Grundgebühr
- Roamingkosten
- Blockiergebühren
- Preise im Ausland
- Unterschiede zwischen AC-Laden und Schnellladen
- Kosten an Autobahn-Schnellladern
Gerade bei längeren Reisen kann ein passender Ladetarif viel Geld sparen. Einfach immer irgendwo spontan laden ist bequem, aber nicht immer günstig.
Das ist wie beim Essen an der Raststätte: Es geht schnell, aber irgendwann fragt man sich, ob das belegte Brötchen vielleicht aus Goldstaub paniert wurde.
Die besten Tipps für Urlaubsfahrten mit dem Elektroauto
Wer mit dem Elektroauto in den Urlaub fährt, sollte ein paar einfache Regeln beachten.
Erstens: Route vorher planen.
Nicht bis ins letzte Detail, aber die groben Ladestopps sollten bekannt sein.
Zweitens: Alternativen einplanen.
Eine Ladesäule kann belegt, defekt oder zugeparkt sein. Eine zweite Option in der Nähe entspannt die Lage.
Drittens: Ladekarten und Apps vorher testen.
Account anlegen, Zahlungsmittel hinterlegen, Login prüfen. Nicht erst unterwegs.
Viertens: Unterkunft mit Lademöglichkeit suchen.
Über Nacht laden ist der entspannteste Luxus beim E-Auto-Urlaub.
Fünftens: Nicht zu schnell fahren.
Tempo 120 bis 130 ist oft ein guter Kompromiss. Wer dauerhaft sehr schnell fährt, zahlt mit Reichweite und Ladezeit.
Sechstens: Mit Reserve fahren.
Gerade im Ausland oder bei langen Etappen nicht zu knapp planen.
Siebtens: Pausen sinnvoll nutzen.
Laden, essen, Toilette, kurze Bewegung. Dann weiterfahren.
Achtens: Nicht ständig auf die Prozentanzeige starren.
Das macht nur nervös. Das Auto kann rechnen. Der Mensch meistens auch, aber unter Stress leider nicht immer besonders schön.
Für wen ist Urlaub mit dem Elektroauto geeignet?
Urlaub mit dem Elektroauto passt gut zu Menschen, die bereit sind, ein bisschen zu planen. Nicht übertrieben. Nicht mit Excel-Tabelle, PowerPoint und Krisenstab. Aber mit gesundem Menschenverstand.
Geeignet ist es besonders für:
- Familien mit regelmäßigen Pausen
- Paare, die entspannt reisen wollen
- Menschen mit Unterkunft und Lademöglichkeit
- Fahrer, die nicht permanent mit Höchstgeschwindigkeit fahren müssen
- alle, die moderne Navigation und Ladeplanung nutzen
Schwieriger wird es für Menschen, die jede Pause als persönliche Niederlage betrachten, grundsätzlich erst bei leerem Tank reagieren und glauben, Urlaub beginnt erst nach 900 Kilometern Dauertempo.
Für diese Menschen ist nicht das Elektroauto das Problem. Das Problem sitzt dann eher zwischen Lenkrad und Rückenlehne.
Fazit: Ja, man kann mit dem Elektroauto in den Urlaub fahren
Urlaubsfahrten mit dem Elektroauto sind heute absolut möglich. Sie brauchen etwas Vorbereitung, aber keine Wissenschaft.
Wer seine Strecke plant, passende Ladekarten dabei hat, realistische Reichweiten einplant und Pausen sinnvoll nutzt, kann auch lange Reisen entspannt fahren. Das Elektroauto zwingt einen vielleicht ein bisschen dazu, bewusster zu reisen. Und ganz ehrlich: Für viele Menschen ist das nicht das Schlechteste.
Man fährt nicht einfach nur von Ladesäule zu Ladesäule. Man fährt von Pause zu Pause, von Etappe zu Etappe, und kommt am Ende genauso am Urlaubsort an.
Vielleicht sogar entspannter.
Denn statt 800 Kilometer durchzubrettern, macht man zwischendurch das, was man eigentlich sowieso tun sollte: Pause machen, trinken, bewegen, kurz runterkommen.
Das Elektroauto ist also nicht das Ende der Urlaubsfahrt.
Es ist nur der Anfang einer etwas besser geplanten und ganz ehrlich mittlerweile beginnt für mich der Urlaub schon auf der Fahrt weil ich nicht mehr 500 km am Stück fahre.